Initiativen in Deutschland und Europa - Wie es angefangen hat

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Der digitale Wandel geht uns alle an. Das ist nicht erst so, seitdem die Pandemie viele von uns in eine neue – digitale- Normalität gezwungen hat. Ob Informationsbeschaffung, Onlineshopping, Telemedizin oder die Art, wie wir mit Menschen kommunizieren – die Digitalisierung betrifft nahezu jeden Bereich unseres täglichen Lebens. Und zwar in einer Art und Weise, die viele von uns mittlerweile als selbstverständlich annehmen.  

Aber das geht nicht allen Menschen so. Einige fühlen sich von den virtuellen Angeboten überfordert oder wissen schlicht nicht, wie sie damit umgehen sollen. In einer digitalen und vernetzten Welt sollte allerdings niemand von den Möglichkeiten und auch Vorteilen dieser Angebote abgeschnitten sein. Jede und Jeder sollte in die Lage versetzt werden, sich sicher und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen.  

Um dieses Ziel zu erreichen und eine möglichst große Anzahl von Menschen, ob alt oder jung, gleichgültig welcher Bildungsstufe oder Einkommensklasse, wurde der Digitaltag in Deutschland durch die Initiative „Digital für alle“ ins Leben gerufen.  

Im Rahmen dieser Initiative haben sich mehr als 25 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand zusammengeschlossen, um die digitale Teilhabe in Deutschland zu fördern. Hierzu wurde ein Aktionstag ins Leben gerufen, der durch lebensnahe und aktive Angebote nicht nur Wissen rund um das Thema digitale Transformation vermitteln soll, sondern auch den praktischen Nutzen im Auge hat. 

Überall in Deutschland sollen Menschen am Digitaltag – dem 24. Juni 2022- zusammenkommen, um gemeinsam digitale Technologien zu entdecken und besser kennen zu lernen. 

Aber nicht nur in Deutschland gibt es Initiativen und Veranstaltungen, die das Ziel haben, über die digitale Transformation zu informieren und den Wandel auf verschiedenen Ebenen voranzutreiben.  

Die Schweizer Digitaltage, vom 5. September bis 27. Oktober, bieten vor allen Dingen Unternehmen Gelegenheit sich zu vernetzen und sich inspirieren zu lassen. Mittlerweile zum 6. Mal organisiert digitalswitzerland diese Reihe von lokalen Digitaltagen in 7 Regionen der Schweiz für die breite Öffentlichkeit.  

Am 28. Juni findet in London der Digitaltag statt, der sich aber vor allen Dingen an Führungskräfte richtet. Während des sechsstündigen Events werden innovative Unternehmen vorgestellt und neue Konzepte des Lernens und Arbeitens vorgestellt. Zudem liegt ein Fokus auf Technologie und Lösungen im digitalen Zeitalter.  

Aber auch anderen Bereiche der Digitalisierung stehen im Fokus verschiedener Veranstaltungen. Am 23. Februar ist offiziell Digital Learning day, an dem verschiedene Events zum Thema digitales und virtuelles Lernen stattfinden. Im Fokus steht dabei der Einsatz digitaler Technologien beim Lernen und insbesondere innovative und zukunftsorientierte Technologien für das Lernen im Klassenzimmer. 

Wie die Feier des Digital Day die digitale Transformation verbessert 

In Deutschland fokussiert der Digital Day nicht nur auf Unternehmen oder einzelne Themen wie Lernen oder beispielsweise Gesundheit oder einzelne Berufsgruppen. Da die Digitalisierung vom Mitmachen lebt, steht der Digitaltag allen offen.  

Jeder, der möchte kann sich einbringen, vor Ort oder auch virtuell, denn je mehr Menschen der digitale Wandel nahegebracht wird, desto besser können sich neue Prozesse, Lösungen und Technologien durchsetzen.  

Mit diesem Ziel sollen Aktionen zum nationalen Digitaltag möglichst niederschwellig sein und sich beispielsweise mit dem Thema digitale Teilhabe, digitale Kompetenzen oder auch digitale Technologien beschäftigen. Zudem soll ein möglichst großer Kreis von Teilnehmer/innen angesprochen werden mit leicht zugänglichen und kostenfreien Angeboten.  

Ziel ist es durch diese Art von Angeboten auch Menschen anzusprechen, die sonst eher keinen oder nur wenig Bezug zu diesen Themen haben. Ob Generation Z oder Generation 65+, ob im Privaten, in der Schule, in der beruflichen Ausbildung und im Studium oder im Beruf. 

Diese Aktionen sind ein kleiner, aber wichtiger Schritt des großen Themas Digitalisierung.  

Was ist ein digitales Jahrzehnt in Europa? 

Nicht nur im Kleinen, sondern europaweit ist der digitale Wandel im Fokus der Menschen. Daher präsentiert die Europäische Kommission eine Zielvorstellung und Wege für den digitalen Wandel in Europa bis 2030 – den digitalen Kompass.  

Er beinhaltet wir Kernbereiche: Kompetenzen, öffentliche Dienste, Infrastruktur, Unternehmen. In diesen Bereichen wurden Ziele definiert, die bis 2030 erreicht werden sollen.  

Kompetenzen: mindesten 80% der Bevölkerungen von 20 Millionen Menschen sollen digitale Grundkompetenzen erhalten. 

Digitalisierung öffentlicher Dienste: Ziel ist es wesentliche öffentliche Dienste zu 100% online bereitzustellen. Zudem sollen alle Bürgerinnen und Bürger Zugang zu ihren elektronischen Patientenakten erhalten und zumindest 80% eine eID nutzen. 

Sichere und nachhaltige digitale Infrastruktur: Gigabit für alle, 5G – Überall, das ist das Ziel des digitalen Jahrzehnts. Zudem sollen bis zu 10.000 hochsichere klimaneutrale Rechenzenten geschaffen werden.  

Digitaler Wandel in Unternehmen: 75& der EU-Unternehmen sollen Cloud/ KI oder Big Date erfolgreich nutzen. Ziel ist es zudem die Skaleneffekte und Finanzierung zur Verdopplung der Zahl der Startups in der EU weiter zu fördern. Die KMU – Nachzügler der Digitalisierung – sollen weiter bis zu einem Wert von 90% gefördert werden und so ein Basisniveau an digitaler Intensität erreichen.  

Die Ambitionen werden in den nächsten Jahren in Ziele und Zielpfade transformiert werden und durch einen gemeinsamen Governance Rahmen zur Überwachung der Fortschritte und zur Behebung von Schwachstellen sowie in Mehrländerprojekten mit Kombi-Investitionen der EU, der Mitgliedstaaten und des Privatsektors realisiert werden.   

Was sind die wichtigsten Tools für die digitale Transformation? 

Digitalisierung geht uns also alle an, das merkt man nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch im Alltag. In Nahezu jedem Lebensbereich sind in den letzten Jahren digitale Lösungen auf den Markt gekommen und/ oder wurden neue Technologien eingesetzt.  

Im Folgenden möchten wir einen Blick auf verschiedene Bereiche des Lebens werfen und einzelne Tools vorstellen.  

Generell werden unter dem Begriff digitale Tools Anwendungen und auch Programme und Services zusammengefasst, die, installiert auf digitalen Endgeräten, helfen, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben.  

Dabei werden sie in vielen unterschiedlichen Bereichen des täglichen Lebend eingesetzt, auf die wir nun einen Blick werfen.  

Öffentlicher Sektor 

Unter den Bereich öffentlicher Sektor fallen nicht nur städtische Dienstleistungen, die mittlerweile in den meisten Städten über ein online Portal gebucht werden können. Auch der öffentliche Personennahverkehr fällt darunter. In vielen Regionen werden den Bürger/innen für den ÖPNV bereits Apps zur Verfügung gestellt, in denen der Fahrplan abgefragt werden kann und Tickets gebucht werden können.  

Gesundheit 

Besonders im Gesundheitssektor hat sich in den letzten Jahren im Rahmen der Digitalisierung einiges getan. Nicht nur, dass die Gesundheitskarte immer digitaler wird und Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen ihre Daten nun leichter verfügbar haben.  

Vor allen Dingen der Bereich Telemedizin hat große Fortschritte gemacht. Werkzeuge für die Videosprechstunde gibt es mittlerweile unzählige. Zu den zertifizierten und kostenlosen Tools gehört beispielsweise RED. Die Basisversion dieser Software ermöglicht dauerhaft eine technisch in jeder Hinsicht sichere Durchführung von Videosprechstunden.  

Bei Clickdock handelt es sich um eine Lösung, die sowohl Ärzt/innen als auch Psychotherapeut/innen kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Der Videodienst erfüllt ebenso hohe Anforderungen an die Datensicherheit und den Datenschutz in Arztpraxen. Ein weiterer Vorteil besteht in der sofortigen Einsetzbarkeit des vom TÜV Saarland geprüften und zugelassenen Tools. 

Abgesehen von den Lösungen zur Telemedizin, profitieren Ärzt/innen auch von der elektronischen Patientenakte, medizinischer Laborsoftware sowie Terminplanungssoftware. 

Heim & Garten 

Das smart Home hat noch bei jedem Einzug gehalten. Smart Speaker wie Alexa sind nur ein kleiner Teil, wenn es um die Digitalisierung des eigenen Heims geht. Smarte Geräte, ob Waschmaschine oder Kaffeemaschine, die man per App steuern kann oder auch die Automation von Heizung und Licht sind weitere Schritte, die erst durch die digitale Transformation möglich sind.  

Bildung 

Besonders der Bereich Bildung und Lernen musste in den letzten Jahren der Pandemie große Fortschritte machen. Durch Lockdown und Social Distancing waren Präsenzveranstaltungen lange unmöglich. Statt im Hörsaal, saßen die Lernenden vor PC, Laptop oder Tablet. Möglich machten dies nicht nur Videokonferenzlösungen, wie Zoom und Teams, sondern auch verschiedene Lernplattformen.  

Alltag 

Besonders bei der jüngeren Generation, die mit Internet, Handy und Tablet aufgewachsen ist, gehören digitale Services zum Alltag. Onlineshopping, e-Medien, mobiles Internet und E-Learning ist ihr Alltag. Auch die Kommunikation über Messenger wie WhatsApp oder Threema ist für sie eine Selbstverständlichkeit.  

Business und Arbeit 

Ebenso scheinen auch im Arbeitsalltag digitale und virtuelle Lösungen ein Teil der „neuen Normalität“ zu sein.  

In Zeiten, in der Homeoffice und verteilte Teams einfach dazugehören, sind Lösungen zur Kommunikation und Kollaboration über Distanzen hinweg in nahezu jedem Betrieb zu finden. Zoom, Teams und WebEx sind aus dem Business-Alltag nicht mehr weg zu denken. Aber auch Marktführer wie RingCentral bieten kleinen wie großen Unternehmen, Tools, um einfach zu kommunizieren, sich zu treffen und Instant Nachrichten zu versenden.  

Lösungen wie RingCentral MVP bieten die Möglichkeit nahtlos über Telefon, Video und Chat auf über größte Distanzen hinweg zu kommunizieren. Addons für das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten, Webinare oder sogar Contact Center revolutionieren nicht nur die interne Kommunikation, sondern auch die Customer Experience und das Marketing.  

Kommunikation ist sicherlich nur ein kleiner Aspekt, wenn es um Tools für die digitale Kommunikation im Arbeitsalltag geht. Hinzukommen, virtuelle Messen und Events, e-Marketing oder auch digitale Handelsplattformen. 

Industrie 4.0 

Spricht man von der Digitalisierung, spricht man unweigerlich auch von Industrie 4.0. Dabei handelt es sich um ein Organisationsgestaltungskonzept in der Industrie, das erst durch die digitale Transformation möglich wurde.  

Das Konzept besteht aus vier Prinzipien, die Unternehmen bei der Implementierung von Industrie 4.0-Szenarien unterstützen.  

  • Vernetzung: Maschinen und Geräte sowie Menschen können sich miteinander vernetzen und über das Internet miteinander kommunizieren. 
  • Technische Assistenz: Assistenzsysteme unterstützen den Menschen mit Informationen oder physischer Hilfe 
  • Dezentrale Entscheidungen: Cyberphysische Systeme können eigenständige Entscheidungen treffen und Aufgaben autonom erledigen.  

Sicherlich kann die Liste von Bereichen und Werkzeigen noch beliebig fortgesetzte werden, denn täglich kommen neue Lösungen und Apps auf den Markt.  

Bei der Fülle an Möglichkeiten ist es jedoch wichtig, diese auch wirklich allen Menschen zur Verfügung zu stellen – nicht nur den technik- und internetaffinen. Mit dem  Ziel diese Voraussetzungen zu schaffen, wurde der Digitaltag ins Leben gerufen.  

Wann wird der Digitaltag gefeiert und wie kann man mitmachen? 

2022 wird der Digitaltag am 24. Juni gefeiert. An diesem Tag gibt es in Deutschland unterschiedliche Veranstaltungen zum Thema Digitalisierung, an denen jeder Interessierte kostenfrei teilnehmen kann. Beispielsweise gibt es Informationsveranstaltungen zum digitalen Wandel, Onlinekurse zur digitalen Vorsorge oder digitaler Bildung, Workshops für ältere Menschen oder Erklärvideos und Kurse zu kreativen Themen wie Digitalfotografie und Trickfilmgestaltung.  

Jeder der möchte kanns eine eigene Aktion anmelden, diese kann vor Ort oder auch online stattfinden. Voraussetzung ist, dass die Aktionen inhaltlich möglichst niederschwellig mit einem Thema rund um Digitalisierung beschäftigen, möglichst vielen Teilnehmer/innen offenstehen und leicht zugänglich sind.  

Ursprünglich veröffentlicht 24 Jun, 2022, Aktualisiert 13 Jan, 2023

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